Freiwillige Feuerwehr Oberleiterbach - Aktuelles / Nachrichten

Feuerwehren retten Katze vom Baum

Mit 35 Aktiven im 276-Einwohner-Dorf ist die Freiwillige Feuerwehr Oberleiterbach zweifelsohne gut aufgestellt. Und selbstverständlich ist sie bestens ausgebildet. Nichtsdestotrotz gibt es Einsätze, die eine Ortsfeuerwehr vor große Herausforderungen stellen. Vor allem, wenn sie alles andere als alltäglich sind. Am Dienstag, 20. November, wurden die Aktiven gegen 14.45 Uhr von der Integrierten Leitstelle in die Einsiedler-Ivo-Straße gerufen. Dabei brannte kein Haus oder keine Scheune, auch war es weder ein Hochwasser- noch ein Sturmeinsatz: Der Einsatzbefehl lautete Tierrettung.

Direkt am Leiterbach, unterhalb der Wohnhäuser, hatte sich eine Katze auf einen Baum in etwa elf Meter Höhe gewagt. Den Wiederabstieg aber scheute sie und klagte maunzend ihr Leid. Die Besitzerin beratschlagte sich mit den Nachbarn – und wählte letztlich die 112. Das Problem, das sich den Rettern stellte: Die Bäume am Bach sind nur über einen Hang oder, auf der anderen Bachseite, über einen aufgrund des Herbstwetters durchweichten Feldweg zu erreichen. Die Oberleiterbacher Wehrleute um Zweiten Kommandanten Udo Seelmann erkundeten die Lage und riefen Unterstützer aus Scheßlitz herbei. Jedoch konnten die Spezialisten mit der Drehleiter nicht viel ausrichten. Die maximalen 32 Meter von „Florian Scheßlitz 30/1“ waren von der Einsiedler-Ivo-Straße aus zu wenig – und die vielen Tonnen Gewicht für den weichen Untergrund auf der anderen Seite des Baches zu viel.

Letztlich wurde „Florian Zapfendorf 40/1“ nachalarmiert: Das Löschgruppenfahrzeug der Stützpunktfeuerwehr verfügt über manuelle Leitern. Mit der Schiebeleiter konnte die Katze behutsam aus luftiger Höhe gerettet und ihrer überglücklichen Besitzerin übergeben werden. Während des Einsatzes war die Einsiedler-Ivo-Straße zeitweise nur einseitig befahrbar. Die Feuerwehr regelte den Verkehr. Die Autofahrer, das sei am Rande erwähnt, verhielten sich sehr diszipliniert. Vor Einbruch der Dunkelheit war der Einsatz für alle Feuerwehrkräfte beendet.              M. Drossel

 

01.06.2018 Eine Feuerwehr zum Anfassen: Kinderaktionstag ein voller Erfolg

„Und, bist du bereit?“, fragt Feuerwehrmann Niko das Kind neben sich. Der dreijährige Alexander nickt etwas zögerlich hinter dem zu großen Feuerwehrhelm hervor. Mit beiden Händen hält er den Schlauch mit dem Strahlrohr fest umschlossen. „Na, dann: Wasser marsch!“ Michael dreht an Verteiler auf, im Nu füllt sich der Schlauch. Mit entschlossenem Blick – und mit Nicos Hilfe – rückt Alex gegen das „Feuer“ im Spritzenhaus vor.

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 Der Aktionstag der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach am letzten Tag der Pfingstferien lockt zahlreiche Gäste in den 279-Seelen-Ort. Viele wollen erleben, wie eine Feuerwehr arbeitet und welche Ausrüstung eine Ortswehr für den Ernstfall hat. Beim Zielspritzen auf das Holzhaus mit den Klappfenstern merken die kleinen wie großen Gäste, dass es gar nicht so einfach ist, den Wasserstrahl punktgenau zu platzieren. Doch auch er nicht alle „Feuer“ im Haus löschen kann, bekommt ein süßes Dankeschön. Wer möchte, kann sich von den Wehrleuten um Kommandant Benedikt Hennemann und Vorsitzenden Philipp Kunzelmann auch die verschiedenen Ausrüstungsgegenstände im Tragkraftspritzenanhänger erklären lassen. Wozu sind Saugschläuche gut? Wo ist der Unterschied zwischen der Schlauchhaspel links und der auf der rechten Seite? Wie wird ein Schlauchhaken eingesetzt? Und löscht auch eine kleine Feuerwehr große Brände? – All diese Fragen können nach Herzenslust gestellt werden.

Richtiger Umgang mit dem Feuerlöscher

Das Interesse ist groß an der „Ehrensache Feuerwehr“. Vor allem die Vorführungen zum richtigen Umgang mit dem Feuerlöscher kommen gut an. Ebenso herrscht Dauerbetrieb auf der Hüpfburg hinter dem Feuerwehrgerätehaus, gleiches gilt für den gegenüberliegenden Spielplatz. Und beimKinderschminken ist kaum noch ein Platz frei. Derweil genießen die Eltern die leckeren Kuchen, die die Damen des Soldaten- und Kameradschaftsvereins gebacken haben. Getränke wie Kuchen sind an diesem Tag kostenfrei, viele der Gäste aber zücken dennoch ihre Geldbeutel, um eine Spende für den guten Zweck zu tätigen.

 

Drei Stunden blieb an diesem Freitagnachmittag Zeit, um den Feuerwehrlern sprichwörtlich Löcher in den Bauch zu fragen oder wie sich wie Animationsheld Feuerwehrmann Sam im Spritzen zu üben. Das kleine Fest ist Teil der Festwoche „Wir feiern Bayern“, bei der alle Vereine im Ort an einem Strang ziehen. Die Kinder haben auf jeden Fall riesigen Spaß am Aktionstag gehabt. Am Liebsten wären viele von ihnen wohl noch bis tief in die Nacht geblieben. Feine Feuerwehr zum Anfassen: Das war so richtig nach ihrem Geschmack.        M. Drossel

 

 

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Kindernachmittag